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„Dem Himmel ein Stück näher als sonst“

Alphornmesse auf dem Ettelsberg lockt bei herrlichem Sommerwetter wieder rund 6000 Besucher an

PressePresseGestalteten den Gottesdienst: Pfarrer Christian Röhling und Gemeindereferentin Ursula Beste. (links)
50 Alphornbläser und viele weitere Musikanten aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien wirkten gestern bei der Alphornmesse auf dem Effelsberg mit. (Fotos: bk)

Willingen (bk). „Es ist herrlich, mit so vielen Menschen hier oben Gottesdienst zu feiern." Pfarrer Christian Rohling genoss die Stunden auf dem Willinger Hausberg ebenso wie Tausende von Besuchern.„Allein die Atmosphäreauf dem Berg erleichtert es, die Herzen zu öffnen und dem Himmel ein Stück näher zu sein als sonst."

„Lichtblicke auf dem Ettelsberg“ war diesmal das Thema der Alphornmesse. Den Berggottesdienst gestaltete der evangelische Pfarrer gemeinsam mit der katholischen Gemeindereferentin Ursula Beste und mehreren Hundert Musikern und Sängern, die aus der näheren Umgebung, aber auch aus entfernteren Gegenden Deutschlands sowie aus Holland, Belgien und der Schweiz nach Willingen kamen.

Die Gottesdienstbesucher – sicherlich wieder mehr als 6000 – ließen gestern den Alltag weit hinter sich. „In der Natur gehen die Uhren anders, langsamer als der Rhythmus unseres Tages“, so Christian Röhling. „Wenn wir dann unsere Blicke vom Ettelsberg in die umliegenden Berge und Täler schweifen lassen, sehen wir, wie die ganze Natur in einem schönen Licht erstrahlt.“ Und Licht war das Erste, was Gott dem Schöpfungsbericht zufolge geschaffen hat.

Der Willinger Pfarrer erinnerte an den Sturm „Kyrill“, der im Januar 2007 großen Schaden angerichtet hat. „Er ist allen hier in der Gegend als erschreckendes, düsteres Erlebnis in Erinnerung geblieben. Mit der Zeit erst hat ,Kyrill‘ aber Lichtblicke frei gemacht, die wir heute genießen können. Licht und Finsternis, Helles und Dunkles liegen in der Natur wie im Leben oft nah beieinander“ – und auch im Inneren der Menschen. „Das Dunkle unserer Seele hindert uns manchmal an dem Mut, aus vollem Herzen zu leben und daran, auf unsere Mitmenschen zuzugehen und aus der Fülle des Lebens zu schöpfen.“ Röhling ermutigte die Besucher, gerade das Dunkle des Lebens vor Gott nicht zu verstecken. „Dann werden wir merken, dass Gott die Kraft hat, unsere Dunkelheit durch sein Licht zu verwandeln.“

Das Licht der Natur an dem strahlend schönen Spätsommertag, die Lichtblicke fürs Herz – das sind Erfahrungen, „die nicht spurlos an uns vorbeigehen“, betonte Gemeindereferentin Ursula Beste. „Das Licht, das wir hier empfangen und erlebt haben, verändert uns. Die Stimmung hellt sich auf und das Herz geht uns regelrecht über.“ Sie lud Gäste und Einheimische ein, dieses Licht mit in den Alltag zu nehmen und dort weiterzugeben.

PresseEin Prosit auf die gelungene Veranstaltung: Siggi von der Heide, Ortsvorsteher Michael Wilke, Regierungspräsident Lutz Klein, Bürgermeister Thomas Trachte und Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont.

Ein besonderes Gedenken widmeten die Besucher und insbesondere die Musizierenden dem Holländer Cor van Breugel, der kürzlich verstorben ist. Er war ein guter Freund Siggi von der Heides und hat die Alphornmesse jahrelang musikalisch entscheidend mitgestaltet.

Im Anschluss an die ökumenische Bergandacht wurde auf dem Ettelsberg ein frohes Fest mit vielen musikalischen Beiträgen und guter Laune gefeiert. Hüttenwirt Siggi freute sich, unter den Besuchern Fürst Wittekind zu Waldeck und Pyrmont sowie Regierungspräsident Lutz Klein begrüßen zu können. Mit ihnen und anderen Ehrengästen kletterte er in bewährter Weise aufs Dach der Ettelsberghütte, um gemeinsam das Waldecker Lied anzustimmen. Fazit der Großveranstaltung: wiederum ein unvergesslicher Tag – ein echter Lichtblick!

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Seit Jahren dabei: der Posaunenchor Usseln. Sänger der „Liedertafel" Goddelsheim in Aktion.