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„Optimale Schneesicherheit die nächsten 20 Jahre“

Pressebild18-Millionen-Euro-Investition soll Wintersport einen gewaltigen Schritt voranbringen

Der Winter kann kommen. Perfekt vorbereitet startet der Viessmann Winterpark Willingen in die neue Saison. Eröffnet wurde das bislang größte Beschneiungsprojekt, das jemals in Deutschland innerhalb einer Saison umgesetzt wurde. Zudem ist mit der neuen Ettelsberg-Kabinenbahn eine der modernsten Seilbahnen entstanden. Den Ausbau des Wintersportangebotes haben sich die Willinger rund 18 Millionen Euro kosten lassen.

Optimale Schneesicherheit bietet ab der kommenden Saison das Skigebiet Willingen. Nach dreijähriger Planung und Vorbereitung ist eine der größten Beschneiungsanlagen der Region entstanden. Sieben schneesichere Pistenkilometer erwarten die Wintergäste in den kommenden Monaten. Über 50 moderne Schnee-Erzeuger sollen die fünf Hauptabfahrten beschneien. Über acht Kilometer Rohrleitungen und zwei große Pumpstationen wurden zu diesem Zweck errichtet. Verlegt wurden rund 70 Kilometer Kabel und Leitungen. Als Wasserspeicher dient ein riesiger, 52.000 Kubikmeter fassender Speicherteich oben auf dem Ettelsberg. Das Investitionsvolumen beträgt rund 10,5 Millionen Euro.

„Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels will Willingen die vorhandenen Wintersportangebote langfristig sichern und verbessern“, betont Tourismus-Manager Ernst Kesper. Das Klima ändert sich nicht von heute auf morgen. „Aber wir stellen uns den sich verändernden Bedingungen. Für die nächsten 20 Jahre können wir für Schneesicherheit sorgen.“

Bereits am 1. Dezember hat die Ettelsberg-Kabinenbahn ihren Betrieb aufgenommen. 47 moderne Kabinen mit großen Panoramafenstern bringen Besucher in wenigen Minuten die 1.400 Meter zum Ettelsberg hinauf. Die neue Bahn ist das Nonplusultra an Komfort und Sicherheit. Die kuppelbaren Acht-Personen-Gondeln verlangsamen die Fahrt in den Stationen, zum bequemen Ein- und Aussteigen. Nicht nur für Wanderer und Skifahrer, auch Mountainbikes, Kinderwagen, Schlitten und Rollstühle können mitgeführt werden. Unter den Wintersportlern werden insbesondere Anfänger und Snowboarder das neue Angebot zu schätzen wissen.

Die Talstation bildet eine große Halle, in der im vorderen Bereich im Winter Skischule und Skiverleih großzügigen Platz finden. Direkt nebenan entsteht in einem flachen, übersichtlichen Gelände ein Kinderland. Eine Drachenflugschule, Bikeschule und Verleih von Mountainbikes bilden das Angebot während der grünen Saison. Rund 6,5 Millionen Euro hat die Anlage gekostet. Ein Angebot, das in deutschen Mittelgebirgen einzigartig ist.

Jetzt warten die Willinger und ihre Gäste darauf, dass der Wettergott Schnee oder die notwendigen Minustemperaturen schickt. Schnee-Erzeuger benötigen Temperaturen von etwa minus zwei Grad, in Abhängigkeit von der Leuchtfeuchtigkeit, um aus klarem Wasser feinen Schnee zu produzieren. Ist das der Fall, kann die Beschneiung starten. Die gesamte Fläche soll im Idealfall in nur 50 Stunden mit einer etwa 35 Zentimeter dicken Schneeschicht bedeckt sein. Die Willinger Beschneiungsanlage ist eine der größten der Region. Zudem ist sie aufgrund des großen Wasserreservoirs auch diejenige, die in der kürzesten Zeit die benötigte Schneemenge produzieren kann.

Auch auf den Naturschutz haben die Betreiber geachtet. So wurde zum Beispiel beim Bau der Seilbahn in sensiblen Bereichen auf den Einsatz von LKW verzichtet. Sechs Stützen hat ein Spezialhelikopter an ihren Platz geflogen. Um die wertvolle Heidelandschaft zu schonen, wurde die Oberfläche im Bereich der Erdarbeiten abgedeckt und beiseitegelegt. Nach Abschluss der Arbeiten wurden diese Flächen wieder sorgfältig in den Ursprungszustand zurückversetzt.