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TRAUEN SIE SICH!  … auf 875 m ü. NN!

Dem Himmel ein Stück näher

Zum Vergrößern ins Bild klicken!Zum Vergrößern ins Bild klicken!Unter diesem Motto können sich
heiratswillige Paare ab sofort
auf dem Ettelsberg das Ja-Wort geben!

Die Gemeinde Willingen erfüllt Einheimischen und Gästen seit 2009 den Wunsch nach standesamtlichen Trauungen an außergewöhnlichen Orten.

So auch auf der Plattform des Willinger Hochheideturms auf 875 m ü. NN!

 

Nach der Bergfahrt in der Hochzeitsgondel sind es nur wenige Meter bis zum Eingang des Willinger Hochheideturms. Hinauf ins „Trauzimmer“ geht es bequem per Aufzug.

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Auf der verglasten und klimatisierten Aussichtsplattform des Hochheideturms findet die Trauung durch einenStandesbeamten der Gemeinde Willingen/Upland statt. Nach einem gemütlichen Ausklang geht es für die Hochzeitsgesellschaft per Kabinenbahn wieder zu Tal!
Für das Hochzeitspaar ein wahrlich ebenso erhebendes und außergewöhnliches Ambiente für diesen besonderen Anlass!

Nähere Informationen

erhalten Sie bei der Gemeindeverwaltung Willingen,
Herrn Dieter Pollack,
Waldecker Straße 12, 34508 Willingen/Upland
Telefon: 05632 401124,
Email: Dieter.Pollack[at]gemeinde-willingen.de

Pressebericht

Dem Himmel ein Stückchen näher

Uplandgemeinde eröffnet Möglichkeit zu Trauungen an Orten mit spektakulärer Aussicht und unter Tage

PressebildPressebildVor dem Anlaufturm der Mühlenkopfschanze: Andre und Nina Lohmar. Hinter dem Brautpaar steht Standesbeamter Sven Kesper, links die Eltern der Braut, rechts die Eltern des Bräutigams. (Bild links)

Tobias Saure aus Bömighausen und seine Frau Verena, geborene Scherer. Die beiden waren die Ersten, die sich auf dem Hochheideturm das Jawort gaben. Fotos: Ulrike Schiefner

Premiere in Willingen: Am Mittwoch fanden die ersten Trauungen im „Adlerhorst" der Mühlenkopfschanze und aufdem Hochheideturm statt.

VON ULRIKE SCHIEFNER

Willingen. Dem Himmel ein Stückchen näher: Die beiden Brautpaare und ihre Gäste trauten sich hoch hinaus. André Lohmar und seine Frau Nina, geborene Freytag, gaben sich oben auf dem Anlaufturm der größten Sprungschanze der Welt das Jawort. Tobias Saure und seine Frau Verena, geborene Scherer, entschieden sich für den im wahrsten Sinne des Wortes absoluten Höhepunkt des Uplands und sogar Nordwestdeutschlands, die Plattform des Willinger Hochheideturms.
In der Uplandgemeinde finden pro Jahr etwa 50 standesamtliche Trauungen statt. Bei mehr als der Hälfte der Paare handelt es sich um auswärtige Gäste. Bislang standen zwei Trauzimmer zur Wahl: Der Sitzungsraum des Willinger Rathauses und auf Wunsch der ehemalige Schwalefelder Kirchsaal.
Wie berichtet, hat der Upländer Gemeindevorstand interessierten Paaren kürzlich die Möglichkeit eröffnet, auch noch an anderen „Trau Orten“ vor den Standesbeamten zu treten. Neben den beiden durch spektakuläre Aussicht bestechenden Punkten am Mühlenkopf und auf dem Ettelsberg steht allen Paaren, die es unter Tage zieht, die Willinger Schiefergrube „Christine“ zu Verfügung.
Bürgermeister Trachte geht davon aus, dass der Anteil der „touristischen Trauungen“ dank der außergewöhnlichen Örtlichkeiten deutlich zunehmen wird. So wird eine Frauenzeitschrift, die in einer Auflage von rund einer Million Exemplaren erscheint, über die beiden Hochzeiten, die am Mittwoch stattfanden, berichten. Trachte, vor allem aber auch die örtliche Hotellerie und Gastronomie hoffen, dass in der Folge viele Heiratswillige ins Upland kommen.
Einzelhandelskaufmann André Lohmar, der als Fachberater in einem Baumarkt arbeitet, ist seit seiner Kindheit Mitglied des Willinger Skiclubs. Der 27-Jährige ist jedes Jahr beim Weltcup-Skispringen als „Free Willi“ am Mühlenkopf im Einsatz. Da war es für ihn natürlich ein besonderes Erlebnis, seine Frau Nina – sie stammt aus Frankenberg und arbeitet in Düsseldorf in einem renommierten Hotel – ausgerechnet im „Adlerhorst“ zu heiraten. „Ihr seid die Vorspringer an der Schanze“, scherzte Standesbeamter Sven Kesper, der mit André früher gemeinsam Fußball gespielt hat.
Der Aufwärmraum, wo sich normalerweise Publikumsliebling Martin Schmitt, Gregor Schlierenzauer, Simon Ammann, Noriaki Kasai und all die anderen „Adler“ vor den großen Sprüngen sammeln, war am Mittwoch festlich ausstaffiert. Der besondere Clou: Das Brautpaar sprang sozusagen vom Originalstartbalken der Skisprung-Weltelite ins Eheglück.
Die Hochzeitsgesellschaft erreichte den Anlaufturm bequem mit der Standseilbahn und nahm die letzten Höhenmeter mit dem gläsernen Lift. Tobias Saure (27), seine Frau Verena (28) und ihre Gäste fuhren mit der Kabinenbahn auf den Ettelsberg. Unterwegs gab es bereits ein Gläschen Sekt zur Einstimmung auf die feierliche Trauung durch Standesbeamten Dieter Pollack.
Drucksachbearbeiter Saure aus Bömighausen und die aus Koblenz stammende Einrichtungsberaterin lernten sich durch die Musik kennen. Als die Koblenzer Kapelle vor einigen Jahren beim Usselner Schützenfest den Ton angab, fehlte ein Trompeter. Tobias sprang ein und verliebte sich in die Klarinettistin vom Rhein, die inzwischen auch schon längst im Upland wohnt. Beide sind im Musikverein Rhena aktiv.
Auf dem Ettelsberg finden sie es einfach schön. Wenn sie Besuch von auswärtigen Verwandten und Bekannten bekommen, fahren sie mit ihnen gern hinauf zum Hochheideturm und genießen den Blick ins Land der tausend Berge. Zur Plattform des 59 Meter hohen Aussichtsturms führt ein Aufzug hoch; wer sich fit halten will, kann auch die 241 Stufen nehmen.
Weil es ein ganz besonderes und für Willingen wichtiges Ereignis war, kam auch der Upländer Verwaltungschef zu den Trauungs-Premieren. Thomas Trachte war vom Ambiente genau so begeistert wie die jungen Hochzeiter.
Wichtiger Hinweis: Wer sich traut, in luftiger Höhe zu heiraten, sollte schwindelfrei sein und keine Höhenangst haben.

© WLZ - 12.06.2009